Magnet-Resonanz-Tomographie (Kernspintomographie)

Was ist eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)?

Die Magnet-Resonanz-Tomographie, auch als Kernspintomographie bezeichnet, ist eine der modernsten medizinischen Diagnoseverfahren. Sie wird durch Fachärzte für Radiologie in radiologischen Praxen bzw. Abteilungen durchgeführt. Hierzu erfolgt die Zusammenarbeit mit entsprechend qualifizierten radiologischen Abteilungen.
Mit der MRT können Schnittbilder aller Regionen des Körpers angefertigt werden. Die Entwicklung dieser Methode ist auf Lauterbur und Mansfield zurückzuführen. Dafür bekamen sie 2003 der Nobelpreis für Medizin. Die komplette Untersuchung findet ohne Strahlenbelastung durch Röntgen- oder andere ionisierende Strahlung statt.

 

Wie funktioniert die Magnet-Resonanz-Tomographie?

Der Patient liegt hierbei in dem röhrenförmigen Tomographen. Mit Hilfe eines pulsierenden Magnetfeldes werden Wasserstoffatome im Körper aktiviert. Normalerweise zeigen Wasserstoff-Atome in verschieden Richtungen. Durch die Einwirkung des Magnetfeldes werden sie alle in die gleiche Richtung ausgerichtet. Schaltet man die Magnetwellen wieder aus, springen die Atome in ihre ursprüngliche Position zurück. Hierbei entsenden sie Energiesignale, welche durch Antennen am Tomographen aufgefangen und gemessen werden. Die Signale werden verstärkt und einem Hochleistungscomputer zugeführt, welcher mit Hilfe sehr komplizierter mathematischer Verfahren die Signale zu einem Schnittbild umrechnet.

 

Wann besteht eine Indikation zur Durchführung einer Magnet-Resonanz-Tomographie?

Die Indikationen zur Durchführung einer Magnet-Resonanz-Tomographie in der Orthopädie sind vielfältig. Sie ist vor allem dann indiziert, wenn Auskünfte über Weichteilstrukturen (Rückenmark, Bandscheiben, Meniskus, Muskulatur, Knorpel, Entzündungen etc.) benötigt werden. Bei rein knöchernen Fragestellungen steht eher die Röntgenuntersuchung bzw. die Computertomographie im Vordergrund.